DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Früher habe ich mal mit dem Gedanken gespielt, Babybrei selber zu machen. Entweder bereitet man ihn jedes Mal frisch zu. Oder man macht sich intensive Gedanken über das Thema Kondenswasser. Gekühlte oder tiefgefrorene Babynahrung hält sich länger, dabei sammelt sich an nahezu jedem Deckel Kondenswasser und diesem können sich Bakterien befinden. Erwachsene merken davon herzlich wenig, ein Baby könnte damit nicht so gut zurechtkommen. Vielleicht mache ich irgendwann mal frischen Babybrei, für dieses Wochenende mussten die einfacheren selbst gemachten Babykekse reichen.

dinkelkarottenkekse

Babykekse gibt’s genau wie Babybrei natürlich in jedem Supermarkt. Sogar in relativ akzeptabler Zusammensetzung, das heißt: ohne Zucker. Kunstvoll gepuffte Reis-Sternchen oder winzige Müsliriegelchen in industrieller Perfektion kosten aber auch so viel, dass man sich überlegt, ob es simple Butterkekse nicht auch tun. Tun sie meistens. Enthalten aber schon wieder Zucker. Wer schon mal einen fertigen Babykeks probiert hat, weiß auch, warum: ohne Zusätze wie Zucker schmeckt lange haltbares Essen nach herzlich wenig. Baby-Leckerchen nach noch weniger. Geschmacksexplosionen und Hochzeiten von komplexen Geschmacksnuancen kommen in diesem Alter einfach nicht gut an.

dinkelbabykekseEin schickes Gourmet-Kekschen zum Nachmittagskaffee werden meine Dinkel-Babykekse ohne Zucker schon aus genau diesem Grund nicht. Dank der frischen Zutaten sind sie geschmacklich aber etwas intensiver als die gekauften Varianten.

 

Für die Babykekse kann jedes gut verträgliche Mehl verwendet werden, deshalb fiel meine Wahl auf Dinkel. Dinkelkekse fürs Baby sind schließlich das Klischee schlechthin. Genauso beim Öl: für Babynahrung werden entweder Raps- oder Maiskeimöl empfohlen, wegen der Verträglichkeit und der Inhaltsstoffe. Mit Letzterem koche und backe ich schon seit Jahren und hatte daher welches vorrätig.

babykekseohnezuckerAustauschbar sind die Obst- und Gemüsesorten. Die Banane sollte drinbleiben, sie gibt dem Teig die Konsistenz. Ein sehr reifes Exemplar lässt sich mit einer Gabel gut zerdrücken. Anstatt Karotte könnten auch Äpfel oder eine ähnliche, eher feste Sorte Obst oder Gemüse verwendet werden. Bei Birnen oder anderen Sorten mit mehr Flüssigkeitsgehalt sollte etwas weniger oder vielleicht gar kein Öl unter den Teig gerührt werden – alternativ brauchst du ein wenig mehr Mehl, um die Veränderung auszugleichen. Die Haferflocken sind auch kein Muss – ich hatte welche übrig und dachte mir, ich probiere es aus.

Tipp: bewahre die Babykekse wenn, dann nur für Fotos oder zum Verschenken im Weckglas auf 😉 und stell sie ansonsten nach dem Abkühlen ins Gefrierfach. Sie brauchen eine gute halbe Stunde zum Auftauen, werden dadurch aber nicht hart und schimmeln nicht. Meine Erfahrung zeigt, dass die Babykekse selbst im Weckglas nach wenigen Tagen schon ziemlich hart sind und bald darauf nicht mehr allein darin wohnen. Ist bei dem Gehalt an frischen Zutaten vielleicht auch kein Wunder.

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Babykekse ohne Zucker mit Dinkel, Karotte und Banane
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Karotte und Banane sehr fein pürieren. Die Masse nach und nach mit dem Mehl und dem Öl verrühren. Der fertige Teig sollte möglichst zäh und fest sein. Zuletzt einige Haferflocken unterrühren.

Aus dem Teig kurze, dicke Röllchen formen und bei 160°C maximal 30 Minuten backen.

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