DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Kennst du das, wenn dir ein Gericht aufgetischt wirst und du denkst: „Ähm… nee!“

buddha bowl hirse hähnchen rotkohl rucola tomateEs kann sein, dass es dir nicht schmeckt. Gut, dann ist das eben so. Es kann sein, dass es nicht gut gemacht ist. Oder es kann sein, dass du es selbst einfach vollkommen anders gemacht hättest.

Mir geht es mit Salat fast immer so. In den letzten Jahren zwar deutlich weniger, weil sich gerade Restaurants über richtig gute, sinnvolle Salate Gedanken gemacht haben, die man als richtige Mahlzeit bezeichnen kann. Aber wenn mir jemand mit einem Beilagensalat in einem Schälchen neben dem Haupt-Was-Auch-Immer ankommt, bekommt er eine hochgezogene Augenbraue von mir!

Ich koche viel mit Gemüse. Das eine oder andere Stückchen esse ich bei der Zubereitung roh als Snack. Totgekocht oder zur Unkenntlichkeit gebraten wird bei mir nichts. Ja, das führte auch schon zu der Frage, wie lange das Gemüse im Topf gewesen war (lange genug…). Beim letzten Blutbild, das ich habe machen lassen müssen, wurde mir bestätigt, dass bei mir keinerlei Mangelerscheinungen vorliegen. Gemacht wurde es übrigens zur Kontrolle, nicht wegen eines Verdachts. Aber ich hatte mir ein solches Ergebnis schon gedacht und es bestätigte mich ein wenig darin, dass ich etwas richtig mache.

buddhabowl salat goldhirse rucola hähnchen rotkohl kidneybohnenEs wunderte mich auch nicht wirklich, als dann vor einiger Zeit jeder erfuhr, dass in Eisbergsalat nichts drin ist. An Salaten mit dieser Basis hatte mich immer genervt, dass davon doch kein Mensch satt wurde. Geschweige denn zufrieden. So einen Beilagensalat mit ein bisschen was Grünem, Salatgurken, vielleicht noch Tomaten und irgendwelchem Fertigdressing (und das macht dir die ganze gesunde Ernährung sowieso wieder zunichte) habe ich noch nie gebraucht. Erst recht nicht die Variante, wo dann jemand in der Küche „kreativ“ wird und man steinharte, rotbraune Bröckchen im Salat entdeckt, die sich auf höflich-irritiertes Nachfragen als Schinkenwürfel entpuppen. Tatsächlich einmal so erlebt.

Aber… muss Salat deswegen immer oll sein? Nein, muss er nicht!

goldhirse salat bowl kidneybohnen rucola tomaten hähnchenDas eine oder andere Restaurant kriegt es doch auch hin, mich dazu zu bringen, einen Salat zu bestellen. Etwa nach diesem Prinzip funktionieren Buddha Bowls. Das ist der Inhalt der Teller, die so gar nicht zu meiner Anti-Salat-Rede passen.

Wollte ich ausprobieren. Denn falls es dieses Jahr doch noch Sommer wird, ist so ein leichtes Abendessen nett.

Das Coole an Buddha Bowls ist, dass du dir deine Salatschüssel so zusammenstellst, wie du es für richtig hältst.

goldhirse salat hähnchen rucola kidneybohnenDu brauchst eine körnige Basis. Reis, Quinoa, Dinkel, irgendein Urgetreide, was auch immer. Davon nimmst du am meisten und bedeckst damit Mitte und Boden deiner Schale. Ich habe mich für Goldhirse entschieden. Erstens, weil sie hübsch aussah. Zweitens ist Hirse glutenfrei und man muss sich das Zeug ja nicht immer kiloweise geben. Drittens enthält sie den einen oder anderen Mineralstoff wie Eisen oder Silizium, den du gebrauchen kannst. Und ihre Farbe ist genial, oder?

goldhirsesalat kidneybohnen hähnchen rucola tomatenJetzt braucht die Buddha Bowl Protein. Wenn du sie vegan halten willst, lässt du die Hähnchenbruststücke jetzt weg, die du bei mir siehst. Alleine mit Kidneybohnen schmeckt die Sache auch ganz klasse. Ich liebe Kidneybohnen und sie bilden farblich einen schönen Kontrast zur Goldhirse.

Bei Buddha Bowls ordnest du die zusätzlichen Zutaten, Toppings (oder wie du sie nennen willst) rund um die Goldhirse an. Eine Salatschüssel brauchst du nicht, weil du jede Portion direkt in der Schale oder im Teller anrichtest, aus der sie gegessen wird. Vier Toppings haben perfekt gepasst und das Hähnchen gab’s obendrauf. Ich habe mich für Tomaten, Rucola und Rotkohl entschieden. Tomaten liebe ich. Rucola, weil’s was Grünes sein sollte und ich wenig Lust auf Salat hatte. Und Rotkohl, weil er so ein tolles Rohkost-Gemüse ist und ich für Gelegenheiten dankbar bin, ihn zuzubereiten.

hirse bowl hähnchen tomaten rotkohl kidneybohnenRoh? Ja, sämtliches Gemüse wird nicht gekocht. Die Kidneybohnen habe ich leicht erwärmt und die Hirse muss zwangsläufig quellen, ansonsten ist meine Buddha Bowl rohkosttauglich.

Als Dressing habe ich Olivenöl und Zitronensaft mit Salz und Pfeffer verwendet. Bei so vielen Zutaten ist es nicht ganz einfach, das passende Dressing zu finden, weshalb es eigentlich nur für den Mann war. Der mag Dressing nämlich. Ich habe meine Buddha Bowl tatsächlich ganz ohne jedes Dressing gegessen. Es hat funktioniert.

hirse hähnchen rotkohl rucola salatWenn du Mittagessen zur Arbeit mitnimmst, was ich mittlerweile fast jeden Tag mache (ja, natürlich war das anfangs echt schwierig), dann willst du eine Buddha Bowl.

Das Gemüse brauchst du nur zu waschen und zu schneiden; die Hälfte lässt du für ein Mittagessen vorerst also, wie sie ist. Hirse hält sich auch gequollen und wenn du keine vegane Buddha Bowl willst, hält sich auch die Hähnchenbrust bis zum Folgetag. Im Büro war die Mittags-Buddha Bowl genauso schnell angerichtet und du brauchst dir nicht erst irgendeine Salatbar zu suchen, um vor den Kollegen damit angeben zu können, dass man mit einem eisbergsalatfreien Salat eben doch Freunde findet. 😉

Ca. 1/2 l Salzwasser aufkochen, die Hirse darin 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Nach Geschmack Hühnerbrühe hinzufügen. Von der Hitze nehmen, dann weitere 10 Minuten quellen lassen.

Die Hähnchenbrust würfeln und anbraten. Beiseite stellen.

Rotkohl schneiden und maximal 10 Minuten kochen. Besser: roh lassen!

Die Kidneybohnen wenige Minuten in Wasser erwärmen.

Rucola waschen. Cherrytomaten halbieren.

Für den Salat eine Schicht Goldhirse in die Schale geben. An den Rändern Hähnchenbrust, Rucola, Rotkohl, Cherrytomaten und Kidneybohnen verteilen.

Fürs Dressing Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer nach Geschmack verrühren.

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