DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Soulfood tut gut, aber eher der Psyche als dem Hüften. Ich will aber, dass es dir gut geht, denn du liest meinen Blog und somit bist du automatisch eine coole Socke. Deswegen habe ich mir etwas gegen die abendlichen „Ich muss noch schnell zum Supermarkt rennen und eine Tonne Eis kaufen“-Episoden für dich einfallen lassen. Blutorangen-Minze-Frozen Yogurt. In der schlankeren Variante. Ohne Eismaschine, denn die wollte mir nach wie vor niemand schenken. 😉

Unerwartet war für mich, dass das Ergebnis… flockig wurde. Klar kannst du mit dem Eisportionierer Kugeln daraus machen. Der Vorteil der FroYo-Flöckchen ist aber, dass es auf dem Teller nach mehr aussieht und du dadurch auch mit weniger davon happy wirst. Doch selbst, wenn du mehr bräuchtest – das wäre kein Problem.

Du beginnst bei diesem Eis mit der Herstellung eines dünnflüssigen Blutorangen-Sirup aus einer frischen Blutorange. Wenn die gerade noch in den schöneren Teilen der Welt unreif vor sich hinsonnen, tut es jede andere Zitrusfrucht auch. Nur Bio muss sie sein, denn bevor du den Saft deiner Früchtchen auspresst, rückst du ihnen mit dem Zestenreißer zuleibe. Saft und Zeste kommen mit Zucker in einen Topf und werden aufgekocht, bis sich die Zuckerkristalle gelöst haben und das Ganze leicht andickt – aber wirklich nur leicht, sonst verbrennt dir der Sirup.

Frage aller Fragen: Veganer? Laktoseintolerant? Dann machst du jetzt mit Sojasahne weiter. Das habe ich ausprobiert, es funktioniert wunderbar. Die Konsistenz wird durchs Schlagen eher cremig statt sahnig, aber das beeinträchtigt dein Ergebnis nicht. Andernfalls kannst du gewöhnliche Sahne verwenden und diese steif schlagen. Dazu kommen griechischer Joghurt oder Skyr, denn beide Varianten haben gegenüber handelsüblichem Joghurt den einen oder anderen Vorteil. Proteine beispielsweise. Griechischer Joghurt enthält dennoch recht viel Fett – wenn du das nicht willst, funktioniert Frozen Yogurt auch mit Skyr. Mit Minze und dem Blutorangen-Sirup ist die Grundmischung bereits fertig. Ich fand sie ausreichend süß, aber wenn du richtig süßen Joghurt willst, kannst du jetzt noch Honig nach Geschmack unterrühren.

Lass die Mischung auf Raumtemperatur abkühlen, falls der Sirup noch etwas warm war. Dann gib sie in eine verschließbare Schüssel und stell sie mehrere Stunden ins Gefrierfach. Der Deckel ist wichtig, denn Frozen Yogurt nimmt sonst schnell einen seltsamen Geschmack an – je nachdem, wer seine Nachbarn im TK-Fach sind.

Streng genommen steht in jedem Rezept, dass du regelmäßig umrühren sollst. Ich habe nach einer Stunde die angefrorenen Ränder des Gefäßes mit einer Gabel in die Mitte bewegt und das zweimal wiederholt. Geschadet hat es nicht, eher im Gegenteil. Mindestens über Nacht sollte das Gefäß bei dieser Menge an Frozen Yogurt im TK-Fach stehen bleiben, sonst ist es in der Mitte und unten noch recht flüssig und zerfließt auch auf dem Teller gleich wieder.

Wenn du den Blutorangen-Minze-FroYo auch in Flöckchen anrichten willst, dann kratze die gewünschte Menge mit einer Gabel von den Rändern des Gefäßes und von der Oberfläche ab. Tipp: schichten. Die ersten Gabeln zerfließen dir noch auf dem Teller, wenn du diesen nicht gerade ebenfalls aus dem TK-Fach holst. Die Frozen Yogurt-Flöckchen, die auf diesen ersten Gabeln landen, bleiben aber locker-flockig. Zum Garnieren habe ich mir einige Pfefferminz-Blätter aufgehoben, im Nachhinein wären aber auch einige schöne Zestenfäden eine nette Idee gewesen.

Doch andererseits… wer nimmt sich angesichts eines Tellers Blutorangen-Minze-Frozen Yogurt die Zeit, die Dekoration zu betrachten?

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Frozen Yogurt mit Blutorange & Minze
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Die Blutorange(n) entsaften und die Zeste mit dem Zestenreißer entfernen. Saft und Zeste in einen kleinen Topf geben und mit Zucker aufkochen, bis sich die Zuckerkristalle auflösen. Beiseite stellen.

Sahne steif schlagen. Mit griechischem Joghurt bzw. Skyr mischen.

Die Pfefferminzblätter fein hacken und zum Joghurt geben.

Den Blutorangen-Sirup langsam unter ständigem Rühren zur Joghurtmischung geben. das Ganze auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Die Mischung in ein Gefäß mit Deckel geben und ins Tiefkühlfach stellen. Stündlich die angefrorenen Ränder mit einer Gabel in die Mitte des Gefäßes kratzen, bis die Mischung eher fest als flüssig geworden ist. Mindestens eine Nacht im Tiefkühlfach stehen lassen.

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