DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Als Kind liebte ich Fruchtsaft-Gummibären ohne künstliche Geschmacksträger. Die Variante mit Fruchtsaft hatte intensivere Farben und schmeckte nicht nur nach gummiertem Zucker, sondern nach einem echten, identifizierbaren Geschmack. Gekauft sind sie nicht gerade günstig – schon klar.

Himbeer Gummibärchen Herz

Also: Gummibärchen selber machen? Naja, grundsätzlich keine schlechte Idee, aber… da war eine Erfahrung mit Glukosesirup beim Versuch, Bonbons selber zu kredenzen. Glukosesirup hat mit selbstgemachten Gummibärchen zwar nichts zu tun, aber diese klebrige, pappige Erfahrung übertrug ich lange auf alle Süßigkeiten. Außerdem machte ich meine ersten Küchenerfahrungen noch in der Zeit, in der man auf das Wort „Gelatine“ erntete: „Oh Gott, das wird doch nie was!“ (Dabei fand ich die Gelatine gar nicht schwer zu bändigen.)

Produktiverweise merkte der Mann zuvor noch an: „Bitte nimm dir ein gutes Rezept. Und mach es nicht falsch. Denn wenn du es falsch machst, quellen Gummibärchen auf. Die werden dann voll riesig.“

Na, danke. Der Mann fuhr übers Wochenende weg und das nahm ich zum Anlass für ein lautes: „Jetzt erst recht und zwar mit meinem eigenen Rezept!“

Gelatine

Gummibärchen ohne Zucker? Ja, richtig! Im Sirup ist sowieso mehr als genug Zucker enthalten, auch Fruchtsaft und Himbeerpüree haben mehr als genug Fructose (Fruchtzucker), um Zucker vollkommen unnötig zu machen. Wenn es unbedingt sein muss, können 1 TL Zucker oder Honig dazugegeben werden.

Damit ihr nicht am Ende dasteht und eine fest werdende Gelatinemasse in einem Topf vor euch habt, braucht ihr eine Silikonform. Wichtig ist, dass sie aus Silikon gemacht ist, denn aus einer anderen Form bekommt ihr die Gummibärchen nie wieder raus. Minigugls würden funktionieren, letztendlich habe ich mich aber für diese Silikonform mit Herzchen entschieden (wer die Zeit hat ;), kann gerne nachzählen – es dürften etwa 50 gummibärchengroße Herzchen sein):

Der Zitronensaft muss sein, da man die Süße ohne einen Anteil Saures gar nicht schmecken würde. Zitronen- und Himbeersaft tun sich gewissermaßen gegenseitig einen Gefallen – daher kommt die Süße der Früchte oder des Sirups auch so raus, dass Zucker schlichtweg überflüssig ist. Es sei denn, ihr wollt es richtig süß.

Umso wichtiger ist die Qualität des Geschmacksträgers. Ich hatte noch etwas Himbeersirup von Monin übrig, den ich loswerden musste, daher habe ich dieses Mal Sirup verwendet. Mit Himbeersirup werden die selbst gemachten Gummibärchen farblich zwar weniger intensiv, für den Himbeergeschmack reicht aber weniger Flüssigkeit als beim Fruchtsaft. Echter Himbeersaft färbt gut, man braucht aber etwas mehr und kann das Wasser auch ganz weglassen. Himbeerpüree braucht überhaupt keine Zusatzstoffe mehr, weder für den Geschmack noch für die Farbe – aber es können Fruchtstückchen in den Gummibärchen übrig bleiben.

Tipp für mehr Farbe: einige Tropfen natürliche Lebensmittelfarbe – oder die Pulver-Variante.

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Himbeer-Gummibärchen-Rezept mit Fruchtsaft
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Die Pulvergelatine nach Anweisung einweichen. Himbeersaft, -sirup oder -püree mit Zitronensaft und Wasser vermischen, langsam in die Gelatine geben und mit einem Schneebesen verrühren.

Das Ganze mit einem Espressolöffel in die Silikonform gießen und mindestens 1h kalt stellen.

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