DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Vor Monaten kaufte ich ein Limettenbäumchen.

1-mg_4231Ja, eins dieser ansehnlichen Mini-Zitrusgewächse im Fensterbankformat, die von den Verkäufern der Gartencenter mit mitleidigen Blicken in ihr neues Zuhause verabschiedet werden, denn diese wissen genau, ihr Exitus ist nicht mehr fern. Weil ich manchmal oberflächlich bin, suchte ich mir das Bäumchen mit den meisten fast reifen Limetten dran aus. Was soll ich sagen. Die Dinger schmeckten maximal scheußlich. Kein Wunder. Die erste Ernte eines solchen Bäumchens isst man nicht, las ich dann später. Das Bäumchen wuchs (nachdem es mich schadenfroh ausgelacht hatte) zu meiner eigenen Überraschung selbst nach Wochen fröhlich weiter und brütete mir sogar eine zweite Limettenernte aus. Und es hieß ja, mein Gebüsch sei dazu in der Lage, Essbares zu produzieren. Ich ließ mich also noch einmal auf ein Tröpfchen selbst gezüchteten Limettensaft ein… ja, dieses Mal schmeckte er, wie er es sollte. Die Limetten in und auf dieser grünen Regenbogentorte haben deshalb einen Supermarkt noch nie von innen gesehen.

Ich habe jetzt Zitrusfrüchte aus eigenem Anbau! Ätsch!

fruit2go-gruener-schichtkuchen-limetteOkay. Jetzt habe ich also alle paar Monate mal einen Berg nicht ganz winziger Limetten. Was macht man mit den Dingern? Erstmal entsaften. Limettensaft ist immer gut, den mögen wir. Beispielsweise in einem Cocktail, kombiniert mit anderen Dingen. Oder eben in einer Flasche fruit2go. Das Zeug hat mal ganz grundsätzlich coole Geschmackskombinationen. Solche, auf die du selber hättest kommen können, aber eben nicht gekommen bist. Und wie das eben so ist, wenn du mir etwas wie fruit2go vor die Nase setzt, renne ich dann erst mal inspiriert in die Küche und werde eine Runde kreativ.

fruit2go-limette-ananas-green-layer-cakeEinen Regenbogenkuchen mit mehreren dieser immer dunkler/farbintensiver werdenden Schichten wollte ich ausprobieren, seitdem ich die Idee das erste Mal gesehen habe. Damals natürlich in rosa, aber aus der Rosaphase bin ich mittlerweile wieder raus. Bevor du fragst: Ja, natürlich geht das mit jeder anderen Farbe. Und ja, du kannst auch mehr als „nur“ vier Schichten backen. Willst du aber nicht, weil die vier Schichten schon nervenaufreibend genug sind – wir hantieren schließlich mit Lebensmittelfarbe. Für diesen grünen Regenbogenkuchen mit seinen vier Schichten habe ich gute zwei Stunden in der Küche gestanden. Plus eine fürs Frosting. Danach hast du dann irgendwann nur noch Bock auf ein Stück Kuchen, und zwar jetzt und sofort.

4farbiger-kuchen-fruit2go-limette-ananasDie Technik hinter einem Regenbogenkuchen ist einfach.

Du machst erstmal genug Teig für vier mittelmäßig dicke Schichten – in einer Schüssel. Das gibt einen ganz schönen Teigball. Wenn du mehr willst, übst du den Dreisatz, teilst meine Mengenangaben für den Teig durch 4 und multiplizierst das mit der Zahl der Schichten, die du willst. Bah, ich hasse Mathe! Also lass uns lieber mit Chemie weitermachen.

Für die erste Kuchenschicht bleibt die Lebensmittelfarbe zu, denn sie wird ungefärbt gebacken. Dein Teig darf übrigens noch kleine Klumpen enthalten. Da er aus Ricotta und davon nicht gerade wenig besteht, bekommst du keinen völlig „glatten“ Teig hin, egal wie viel du rührst. Für diese erste weiße Schicht wiegst du 1/4 des Kuchenteigs ab und färbst dann den übrigen Teig in der Schüssel ganz vorsichtig grün. Meiner wurde pistazienfarben, der Grünton war kaum zu sehen. Damit du siehst, wie deine Farbe gebacken aussieht, tropfst du etwas von der ersten hellgrünen Schicht auf einen Teller (dünn!) und backst den Tropfen aus. Das geht schnell genug, damit du notfalls nachfärben kannst, was du eher nicht tun musst. Gebacken sollte diese grüne Tortenschicht aber nicht allzu intensiv grün werden. Wenn sie eher gelb wirkt, ist das genau gut so.

1-mg_4256Dann nimmst du die weiße Schicht aus der Kuchenform – aber erst, wenn sie ausgekühlt ist. Er kommt nämlich noch leicht feucht aus dem Ofen, wodurch die Regenbogentorte selbst später nicht wie ein trockener Sandsturm schmeckt. Das heißt, wenn du ihn zu früh aus der Form schälst, zerlegt es dir die Teigschicht. Während die hellste grüne Schicht ausbackt, kannst du auf die Tube drücken und den restlichen Kuchenteig in der Schüssel satt grün einfärben. Auch jetzt solltest du wieder einen Test-Tropfen mitbacken, da sich manche Lebensmittelfarben beim Backen verändern und du jetzt ein helles, aber intensives Grün willst. Was in der Teigschüssel wie ein grünes Weichei aussieht, kann im Ofen zum Hulk mutieren. Bei der letzten, wirklich hulkig grünen Teigschicht gibst du Vollgas mit der Farbe, denn es kann nicht grün genug werden.

1-mg_4272Klingt kompliziert? Ist es gar nicht. Lebensmittelfarbe kann fies sein, aber wenn du nach der Devise „weniger ist mehr“ vorgehst und eher zu wenig als zu viel in den Teig gibst, dann kriegst du das hin.

Obwohl im Teig schon reichlich Limettensaft enthalten ist, wird er leider nur dezent danach schmecken. Ich habe kurz darüber nachgedacht, die Zeste meiner Limetten abzureiben… aber nö. Das machen wir lieber mit dem Frosting wieder gut. Wir wollen ja einen Limettenkuchen, aber Arbeit hatten wir bis hierher schon genug – und Zesten reißen ist Arbeit!

Das Frosting besteht aus dem gepressten Saft von 1-2 Limetten (eher einer), Ricotta und Frischkäse. Wenn du letztere Zutaten miteinander verrührst, dürfen dieses Mal keine Klümpchen bleiben. Denn die würden dann nach Ricotta oder eben Frischkäse pur schmecken. Es hilft, wenn die Zutaten nicht ganz kalt sind, sie lassen sich dann eher verrühren. Nachdem du den Limettensaft dazugegeben hast, soll das Frosting sauer schmecken. Ein oder zwei Teelöffel Zucker richten das und das Frosting schmeckt wie der süße Nektar der Tropen.

Das Verteilen auf dem Regenbogenkuchen geht erfreulich einfach. Ungekühlt trocknet es aber sehr schnell ein, weshalb die Regenbogentorte in den Kühlschrank einziehen muss. Am besten isst du sie eher heute als über mehrere Tage verteilt. Aber das wirst du sowieso. 😉

Werbehinweis: Dieser Post entstand für fruit2go. Die Flasche fruit2go Limette Ananas wurde mir dafür zur Verfügung gestellt.

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Grüne Regenbogentorte mit Limetten-Frosting
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Mehl, Ricotta, Eier, Zucker, Backpulver, Salz, Vanille & Butter bei Zimmertemperatur in einer großen Schüssel miteinander verrühren. Limettensaft nach und nach unterrühren. Der Teig darf leicht klumpig bleiben.

Den Teig abwiegen und das Gewicht durch 4 dividieren.

1/4 des Teiges ungefärbt bei 180-200°C je nach Flüssigkeit backen.

Die restlichen 3/4 währenddessen leicht grün färben und einen Test-Tropfen mitbacken. Wenn die Farbe leicht hellgrün ist, 1/4 des Teiges ausbacken und den Rest der Schüssel mittelgrün färben. Die nächste Schicht backen und den übrigen Teig dunkelgrün färben. Die letzte Schicht backen.

Fürs Frosting Ricotta und Frischkäse bei Zimmertemperatur gut miteinander verrühren. Limettensaft hinzugeben und Zucker nach Bedarf unterrühren.

Die dunkelgrüne Schicht des Regenbogenkuchens nach unten auf eine Kuchenplatte legen. Dünn mit Frosting bestreichen, darauf die nächste (mittelgrüne) Teigschicht legen und diese bestreichen. Liegt die ungefärbte Teigschicht auf der Torte, wird er rundherum mit Frosting bestrichen.

Zur Deko eine Limettenscheibe zu 3/4 einschneiden und mittig auf die Torte legen.

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