DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Es gibt im Englischen diesen Ausdruck: „to quickly stir something up.“ Es bedeutet: „Ich hatte einen harten Tag/habe aus anderweitigen Gründen wenig Bock, aber bestelltes, als Pizza oder Pasta getarntes Fett kommt nicht in die Tüte, weil ich gerade jetzt was Leckeres brauche.“ Und dann schmeißt du alles in Topf und Pfanne, was du findest und was zusammenpasst, und hoffst, es wird was.

rosenkohl-curry-nudelnUngefähr so lässt sich die Entstehungsgeschichte der Muschelnudeln mit Currysauce und Rosenkohl beschreiben. Nur, dass es damals selbstverständlich keine fancy Muschelnudeln waren, sondern irgendwelche Hartweizengrieß-Gebilde aus zig Tütchen, die allein keine ganze Portion mehr gaben und weg mussten.

Deswegen habe ich eigentlich auch gezögert, dieses Rezept zu veröffentlichen. Natürlich koche ich nicht jeden Tag einen Schweinebraten in Portwein-Johannisbeer-Sauce mit Polenta-Parmesan-Knödeln oder Safran-Weißwein-Pasta mit Orangenfilets – bestimmt hast du so etwas schon geahnt. Das eine oder andere Stir-it-up-Rezept entsteht nicht gerade selten auch an meinen Wochentags-Abenden. Manches war ein netter Versuch und dabei bleibt’s, doch dieses hier ist 1. lecker, 2. gut nachzumachen und 3. kann vorzeigbar aussehen. Außerdem: hey, es ist Rosenkohl. Rosenkohl ist unser Freund.

rosenkohl-currysauce-pastaDie Currysauce ist wahrscheinlich eine der simpelsten Nudelsaucen der Welt. Sie besteht aus Sahne, die du mit allem ersetzen darfst, was das Herz begehrt. Sojacreme, Mascarpone, Ricotta, Frischkäse – es geht um die cremige Basis. Dann noch ein wenig Hühnerbrühe für den Geschmack, Butter (sofern du diese bei deiner Basis brauchst – bei Sahne brauchst du sie) und natürlich Curry. In dem der neue hot sh** Kurkuma steckt – das nur am Rande.

currypasta-rosenkohl-vegetarischRosenkohl ist zwar nicht mehr so hot wie Kurkumahaltiges, aber ob er nun hot ist oder nicht: ich habe ihn immer geliebt und ich liebe ihn heute noch unverändert. Gerade, weil es keine Kale Chips oder Kale Smoothies mit den grünen Röschen gibt, die kaum noch andere Verwendungszwecke zulassen, war der Rosenkohlwirbel wohl auch so schnell wieder vorbei. Abgesehen von geröstetem Rosenkohl, der echt lecker ist, gibt mir das aber auch die Freiheit, Rosenkohl für andere Dinge als Gemüsechips und Smoothies zu verwenden.

currysauce-nudeln-rosenkohlMuschelnudeln sind groß, cool, nehmen die Currysauce ganz von alleine auf… und habe ich schon erwähnt, dass sie sich gerade zu diesem Nudelrezept gut machen? Zugegeben: so ausgetüftelt ist die Currysauce mit dem Rosenkohl nicht, dass du mit jedem Bissen einen anderen Geschmack auf die Zunge bekommst. Vor allem ist sie in der Variante, in der ich sie gekocht habe, vegetarisch, und mit Sojacreme wäre sie vegan – obwohl eine Hähnchenbrust schon gut dazu gepasst hätte. Dickere Nudeln machen die Sache meiner Meinung nach leckerer und schmecken dann doch noch etwas spürbarer nach sich selbst, was diesem einfachen Rezept nicht schadet.

Länger als 10 Minuten dauert’s nicht. In der Zeit, in der du meinen Blogpost darüber liest, hättest du dir längst selbst einen Topf Nudeln mit Rosenkohl-Currysauce kredenzen können, also worauf wartest du? 😉

Title
recipe image
Recipe Name
Rosenkohl-Curry-Pasta - Rezept
Published On
Preparation Time
Cook Time
Total Time

Die Hähnchenbrust waschen und würfeln. In Öl anbraten. Für ein veganes Rezept weglassen.

Die Muschelnudeln nach Packungsanweisung zubereiten.

Den Rosenkohl waschen und in kochendem Salzwasser ca. 7 Minuten kochen.

200 ml Sahne (für vegane Variante: Sojacreme) mit Gemüsebrühe und Butter (für veganes Gericht weglassen) im Topf erwärmen. Salzen und pfeffern, Currypulver unterrühren. Hähnchen und Rosenkohl hinzufügen.

Die Nudeln mit der Currysauce übergießen und sofort servieren.

BEWERTUNG

( 0 Bewertung )

ZUTATEN