DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

rotweinpunsch-orange

Fassen wir zusammen:

Es ist kalt.

In jedem Supermarkt liegen schon seit dem Hochsommer Lebkuchen, Stollen und sonstige Weihnachts-Kalorienbomben. Inzwischen sogar die erste künstlich verschneite, hyper-glitzernde Weihnachtsdeko.

Wir in Nürnberg haben ja den weltberühmten Christkindlesmarkt vor der Haustür. Da gibt’s schon tolle Sachen, zum Beispiel die größte Feuerzangenbowle der Welt, in die die Kollegen aus der Agentur und ich neulich schon unser Gehalt  investiert haben. Insider-Tipp: sie ist besser als jeder Glühwein. 😉 Trotzdem… der Besuch eines Weihnachtsmarktes empfiehlt sich ja doch eher Anfang des Monats, wenn das Gehalt noch frisch und unverbraucht ist.

Es ist also höchste Zeit für hausgemachten Rotweinpunsch!

Rotweinpunsch ist nicht sooooooo viel anders als Glühwein – nur, dass er mit Sangria, schwarzem Tee und frischer Orange zubereitet wird. Ihr braucht dafür einen richtig großen Kochtopf, der bei einer großen Partygesellschaft mehrere Tage und bei zwei Leuten ein wenig zu lange hält. Falls du nicht ob dieser Mengen zum Weihnachts-Alkoholiker werden willst, lass den Rotweinpunsch nach der Zubereitung noch einige Tage im Topf ziehen. Dann filtere die festen Zutaten heraus, füll das Flüssige in Flaschen ab… und denke an liebe Menschen, denen du zu Weihnachten etwas Selbstgemachtes schenken willst.

Noch ein Tipp: bereite Rotweinpunsch lieber etwas früher als später zu. Etwa einen Tag Zeit zum Ziehen sollte er mindestens bekommen. Je länger er im Kochtopf seine Beziehung zu den Gewürzen und Früchten intensivieren darf, desto geschmackvoller wird er, wenn er die Bekanntschaft mit dem Glas macht.

Eine kleine, gut gemeinte Vorwarnung vorweg: sind alle Zutaten erst einmal im Kochtopf, wird dieser so verführerisch nach Winter, Gewürzen und wohlig-warmem Betrunkensein duften, dass du dich reinlegen willst. Investiere also nicht in einen Raumduft, wenn du Rotweinpunsch zubereiten willst.

Welcher Wein?

Der Wein ist zumindest eine geschmackliche Grundlage des Rotweinpunschs. Wenn du ein wirklich hochwertiges Gebräu zubereiten willst, das einem Gourmet mundet, dann achte etwas auf die Weinwahl. Ein trockener Rotwein, möglichst kräftig, ist eine gute Wahl. Denk nur an all die Gewürze, die im fertigen Rotweinpunsch um die geschmackliche Hauptrolle konkurrieren. Gib dem Wein eine Chance, sich durchzusetzen. Beim Sangria wiederum ist es vollkommen egal, welcher es ist. Ich meine… es ist Sangria.

Welcher Schwarzer Tee?

Ich hatte zu Hause noch Unmengen English Breakfast Tea von Tee Gschwendner. Gesagt, genommen. Er darf lose in den Rotweinpunsch-Topf gegeben werden, da du sowieso ein Sieb beim Schöpfen brauchen wirst.

Wie viele Gewürze?

sternanisDie Gewürze sind beim Rotweinpunsch Geschmackssache. Fang mit dem schwarzen Tee an, der der Sache schon einen intensiveren Geschmack gibt. Zimt, Sternanis und Nelken brauchen eine Weile, bis sie sich geschmacklich entfalten – deswegen lieber erst weniger hinzufügen und nach etwa einer Stunde den Rotweinpunsch einmal abschmecken. Wenn du es gewürziger haben willst, dann dürfen sich die übrigen Stangen und Sternchen zu ihren Freunden im Rotwein gesellen. Da der Rotweinpunsch hauptsächlich dir (und Gästen) schmecken muss, sind die Angaben in meinem Rezept nur ungefähre Werte.

Rotwein und Sangria in einen großen Kochtopf geben. Die Orangen vierteln und zusammen mit dem losen schwarzen Tee und Zucker in den Topf geben. Das Ganze erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann bei max. 60°C weiterköcheln.

Nach und nach die Gewürze und Orangenzeste zugeben und immer wieder abschmecken.

Den Rotweinpunsch mindestens 6 Stunden bei sehr schwacher Hitze ziehen lassen.

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