DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Plätzchen, die aussehen wie Schneebälle, sind fast in allen Toplisten süßer amerikanischer Weihnachts-Schweinereien zu finden. Die Schneeball-Plätzchen oder Snowball Cookies, wie du sie auf Pinterest und Co. suchen müsstest, werden aus simplem hellem oder schokoladigem Keksteig hergestellt und mit einer dicken Schicht Puderzucker überzogen. Mit Marmelade gefüllte Schneeball-Plätzchen kamen mir auch schon unter. Dicht gefolgt von Abwandlungen, die eher Trüffel als Cookies waren.

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Zugegeben: bei amerikanischen Pinterest-Plätzchenrezepten kommt es mir manchmal so vor, als seien sie entweder optisch oder geschmacklich 1A, aber ganz selten in beiden „Disziplinen“. Um es authentisch zu halten, habe ich mich an die einfachen Rezepturen für Schneeball-Plätzchen in der dunklen Variante gehalten und sie nur noch mit etwas echter Bourbon-Vanille abgeändert. Das hatte aber auch den Vorteil, dass sie bis auf ihre verschneite Erscheinung wenig allzu Weihnachtliches an sich hatten und man sie auch als Winterplätzchen durchgehen lassen kann.

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Aber sehen sie nicht wunderbar winterlich aus?

Das Tolle an ihnen ist, dass sie so schnell und ohne aufwendiges Dekorieren nachher zu machen sind. Teig anrühren, Teig in Form bringen, Puderzucker drauf, ab in den Ofen.

Sie werden auch gar nicht keksig-knusprig, sondern eher kuchig-weich. Das fand ich auch ganz spannend – zur Abwechslung. In einer Dose halten sie sich Ewigkeiten. Snowball Cookies sind also genau das Richtige, wenn auf der (weihnachtlich-)winterlichen Etagère noch Platz ist, der gerne schnell gefüllt, aber nicht unbedingt am gleichen Tag verputzt werden will.

Wie ich es bei runden Dingen gerne mache, habe ich auch für die Schneeball-Plätzchen die gute, alte Macaron-Matte verwendet. Das sollten die Hersteller langsam wirklich auf die Verpackung schreiben: falls die Macarons nichts werden und du das Ding am liebsten aus Frust anzünden würdest, gibt’s noch so viele andere Rezepte, denen sie auf die Sprünge hilft.

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Mit einem Teelöffel kannst du die Snowball Cookies ebenfalls aufs Backpapier bringen. Oder mit einer Spritztüte und sehr breiter Tülle. Für eine typische Spritztütenform ist der Teig allerdings wohl nicht fest genug.

Wie bereits gesagt… besonders weihnachtlich fand ich die Snowball Cookies nicht. Dazu fehlt in den typischen Rezepten die für mich obligatorische Weihnachtswürze. Andererseits sind Schneeball-Plätzchen mit Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz auch schlichtweg nicht üblich.

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Wie aber unschwer zu erkennen ist, ist meine Kamera bei diesen Plätzchen schier ausgeflippt vor Freude. Der Puderzucker ist zwar nach dem Backen immer noch sehr lose. Einmal niesen vor dem Reinbeißen reicht und du siehst aus, als hättest du das mit dem Schnee auf den Snowball Cookies etwas anders verstanden… aber sie machen sich optisch wirklich gut. Einmal durch die Erinnerung an weiße Weihnachten, die wir wohl so schnell nicht mehr erleben werden. Andererseits auch deswegen, da der Teig total unempfindlich ist und seine Oberfläche nicht einreißt wie bei Macarons und sonstigen Küchen-Mimosen.

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Falls du die Variante mit Marmeladen-Füllung ausprobieren willst: gute Entscheidung für Liebhaber des abwechslungsreichen Geschmacks. Da meine Snowball Cookies so „nur“ nach Schokolade und Bourbon-Vanille schmecken, eignen sie sich gut für die Individualisierung, die du für gut hältst. Da sie recht süß sind, würde ich eine Marmelade empfehlen, die der Süße nur eine Nebenrolle einräumt. Kirschen wären prima. Oder etwas Saures wie Johannisbeeren. Zu hellen Schneeball-Plätzchen (für die du einfach den Kakao weglässt) würde mein Lemon Curd ohne Ei passen. Eigentlich sind Snowball Cookies die Ausrede Gelegenheit, sich an selbstgemachter Marmelade oder einem Curd mit anderer Geschmacksrichtung zu versuchen… verlockend!

Bevor ich dir noch jeden Raum für eine Eigenkreation nehme: viel Spaß beim Backen und let it snow!

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Recipe Name
Schneeball-Plätzchen / Snowball Cookies
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Mehl, Butter, Zucker, Salz, Eier und Backpulver miteinander verrühren. Unter Rühren nach Bedarf Milch hinzugeben.

Je nach gewünschter Farbe 1-2 EL Kakaopulver unter den Teig rühren.

Die Vanilleschote längs halbieren und mit einem scharfen Messer das Mark herauskratzen. Dieses zusammen mit einem Schuss Zitronensaft mit dem Teig verrühren.

Aus dem Teig mit einem Teelöffel oder auf einer Macaron-Matte runde Plätzchen formen. Auf ihnen den Puderzucker verteilen.

Die Plätzchen bei 175°C ca. 20 Minuten backen.

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