DIE GESCHICHTE ZUM REZEPT

Fernsehwerbung, Inneneinrichtung der Schaufenster und leuchtende Weihnachtsdekoration in sämtlichen Innenstädten sind sich einig. Wir müssen unser 13. Monatsgehalt für Geschenke auf den Kopf hauen, einen Baum kaufen und leuchtendes Zeug ins Fenster stellen. Hauptsächlich sagt uns all das Blinki-Bunti-Weihnachtszeug aber, dass jetzt die Zeit ist, nach feinen Dingen wie Lebkuchengewürz Ausschau zu halten, aus denen man zum Beispiel diese orangigen Hübschheiten machen kann.

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Es gibt für mich nur den einen wahren Lebkuchen, der aus einer Bäckerei in dem Ort stammt, in dem ich aufwuchs. Er war ziemlich riesig, hatte einen intensiv nach Honig schmeckenden, knusprigen Rand (gehört das überhaupt so) und seine halbierten Mandeln auf weißem Zuckerguss wirkten wie ein natürlicher Schutz gegen Fressfeinde – durch Schönheit. An diese Kindheitserinnerung reicht kein anderer Lebkuchen heran. Kein. Einziger. Vermutlich auch kein nach seinem Ebenbild selbst gebackener Lebkuchen.

Zudem wollte ich endlich die herzförmigen Silikon-Backförmchen einweihen, die mir eine Freundin schon vor Wochen zum Geburtstag geschenkt hat. Also musste etwas her, das sich gut mit Lebkuchengewürz verträgt, kein reiner Lebkuchen ist und in eine kleine Silikonform passt. Ein guter Anlass, das Rezept für Spekulatius-Orangen-Küchlein abzuwandeln, das ich in Kathrins Glücksbäckerei entdeckt hatte.

In letzter Zeit fallen mir in den sozialen Netzwerken erschreckend viele Berichte darüber auf, wie gefährlich „Cookie Dough“ sein soll, also roher Keksteig. Ich vertraue einfach darauf, dass es in Ordnung war, diesen Teig zu probieren. Schließlich muss man doch wissen, wie viel Lebkuchengewürz es noch sein darf…

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Der Teig geht leicht auf, deswegen streiche ihn vor seinem Gang in den Backofen mit einem Teelöffel glatt. Ganz gerade liegen meine Lebkuchen-Orangen-Herzen zwar nicht, doch es gab noch schiefere Herzchen als diese.

orangen-lebkuchen-gugl-herzenDie Orangen-Glasur lässt sich ganz einfach aus gleichen Teilen Puderzucker und Orangensaft herstellen. Für meine 10 Küchlein brauchte ich etwa 6 EL von beidem und habe drei Portionen mit je 2 Esslöffeln hintereinander gemacht. Gib erst den Puderzucker in eine Tasse und miss dann vorsichtig den benötigten Orangensaft ab. Da das süße Zeug orangig schmecken soll, brauchst du kein Wasser wie bei gewöhnlichem Zuckerguss. Willst du es sehr frisch, behalte etwas von der Orangenzeste übrig und gib sie in den fertigen Zuckerguss. Tipp: nimm lieber erst weniger Puderzucker und dann Orangensaft. Die Konsistenz sollte ziemlich fest sein. Gegen zu flüssigen Zuckerguss hilft noch etwas mehr Puderzucker.

weihnachtskuechleinDie Pistazien waren ein Überbleibsel und schauten mich so an, als wollten sie unbedingt mitspielen. Wie hätte ich da nein sagen können?

Funktionieren würde es natürlich auch mit jedem anderem Deko-Streuzeug. Ob ich die Lebkuchen-Orangen-Küchlein mal mit Blattgold ausprobiere? 😉

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Weihnachtliche Orangenküchlein mit Lebkuchengewürz
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Butter, Mehl, Mandelmehl, Zucker, Eier, Lebkuchengewürz, Orangenzeste und Backpulver in eine Schüssel geben und verrühren. Nach und nach Orangensaft hinzugeben. Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer halbieren und das Mark herauskratzen. Vorsichtig unter den Teig rühren.

Den Teig in die Silikonförmchen geben und 25-30 Minuten bei 180°C backen.

Für den Orangen-Zuckerguss Puderzucker und Orangensaft zu gleichen Teilen verrühren und mit einem Teelöffel auf den Küchlein verstreichen. Nach Geschmack mit etwas Orangenzeste verfeinern. Die gehackten Pistazien vor dem Trocknen auf den Küchlein verstreuen.

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